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Axel Clemens

Elektronische Musik, Licht, Video und Fotografie als eigene Ausdrucksform; ein Projekt insbesondere für Mädchen: RE:CONNECT (Nachhaltigkeitsantrag)

In Frankfurt am Main liegt der Anteil der KuJ mit Migrationshintergrund derzeit bei ca. 68%. Die (unbegleiteten) Jugendlichen mit Fluchterfahrung sind in verschiedenen GUK untergebracht. Neben der offensichtlichen Isolierung durch das Leben in Unterkünften am Stadtrand gehen diese Jugendlichen in spezielle Integrationsklassen, die ausschließlich von frisch immigrierten Jugendlichen besucht werden. Daher besteht zwischen jungen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung ein mangelnder Austausch, den wir mit unserem Projekt anregen möchten.

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Träger/Initiator: FOR ALL PEOPLE c/o Euphoria gGmbH, Frankfurt am Main

Kooperationspartner: Künstlerhaus Mousonturm, „Node Forum for digital arts“ (Jugendprogramm „Digitale Welten“), Medien-Studio Bornheim, GUK in Nied, Rebstockbad und Bonames: TN-Akquise

Teilnehmer: Bis zu 50 Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung – insbesondere Mädchen

Projektbeschreibung:

Wie auch bei unserem Musikprojekt „Interfaces“, das 2019 von der LMKMS gefördert und dieses Jahr durchgeführt wurde, kooperieren wir mit den o.g. GUK. Weitere TN gewinnen wir u. a. durch das Medienstudio Bornheim und das Jugendprogramm „Digitale Welten“. Die TN erhalten jenseits kultureller und sprachlicher Barrieren und ohne Vorkenntnisse, durch den spielerischen Einsatz von Technologie und digitalen Medien, den Zugang zu elektronischer Musik, Licht, Video und Fotografie. Dabei dürfen die TN ihr eigenes Tun wirkungsvoll und gestalterisch erleben. Insbesondere junge Frauen möchten wir mit unserem Projekt adressieren und Technik geschlechterkritisch reflektieren. Die Initiative FOR ALL PEOPLE setzt seit 2015 auf die verbindende Kraft der Musik. Auch unser diesjähriges Projekt verlief trotz der Pandemie sehr erfolgreich. Während der Workshops lernten sich die Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung kennen und bildeten ein elektronisches Orchester. Dieser inspirierenden Erfahrung folgend möchten wir in unserem neuen Projekt die Stärken aus „Interfaces“ (elektronische Musik, Handwerk, Do-it-yourself, Gemeinschaftlichkeit) mit dem Potenzial visueller Medien (Video, Fotografie, Licht) verbinden. Wir werden unser elektronisches Orchester fortführen, wieder Workshops aus dem „Interface“-Programm anbieten, diese aber in eine audiovisuelle Erfahrung überführen, indem die Jugendlichen zu Videokünstlern, Light-Designern und Fotografen werden. 

Zusammen mit den o.g. Kooperationspartnern werden wir 2 Workshop-Phasen mit jeweiliger öffentlicher Präsentation anbieten. Die 1. Phase dauert 6 Tage, die 2. Phase 7 Tage (4Std./ Tag). Die Workshops werden von 5 Künstlern (Musiker/ Szenograf/ Soundartist/ Dramaturg) angeleitet. Als Weiterentwicklung von „Interfaces“ wollen wir mit „re:connect“ mit weiteren Akteuren der Frankfurter Kulturlandschaft zusammenarbeiten und weitere Jugendliche ansprechen.