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Axel Clemens

Tanz-/ Performance-Projekt zum Thema innerer Reichtum: # PROTZEN #

Im Stadtteil Glockenhof, in dem die o.g. Grundschule liegt, haben ca. 70% der Einwohner einen Migrationshintergrund. Viele Kinder stammen aus sozial benachteiligten Familien, leben bei einem erziehungsberechtigten Elternteil oder kommen aus asylsuchenden Familien (~10%). Da der Stadtteil fast keine Möglichkeiten an kultureller Teilhabe bietet, hatten alle TN bisher nicht die Möglichkeit, tänzerische Erfahrung zu sammeln oder zeitgenössischen Tanz zu erleben. 

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Träger/Initiator: Tanzpartner e.V., Nürnberg

Kooperationspartner: GS Holzgarten: TN, 2 Lehrkräfte, Probenraum; Kreisjugendring Nürnberg Stadt (Kinder- und Jugendzentrum Quibble): Projektbegleitung, Probenraum

Teilnehmer: 46-50 SuS der 4. Jahrgangstufe der GS Holzgartenstraße

Projektbeschreibung:

In Anlehnung an die aktuelle Coronakrise, in der auch wir weiterhin komplett neue Erfahrungen machen, sehen wir es als Chance über „Reichtum“ neu nachzudenken und dementsprechend zu handeln. Unsere Ziele sind, die Kinder für das aktuelle gesellschaftliche Thema und die Zeit danach zu sensibilisieren sowie einen Beitrag zur politischen Bildung, zur Demokratieschulung und zu einem friedlichen Miteinander zu leisten. Durch die Arbeitsweise des kreativen zeitgenössischen Tanzes sollen die Kinder u. a.  ihren Körper und dessen gestalterische Möglichkeiten kennen-lernen, im vertrauensvollen Zusammenspiel Themen wie Gefühle und Aussagen künstlerisch umsetzen und eine Förderung in der Kritikfähigkeit etc. erhalten. Wir möchten uns gemeinsam mit den TN mit persönlichem und emotionalem Reichtum auseinandersetzen, da die Vorstellung von Reichtum nicht allgemeingültig festgelegt ist, sondern von den kulturellen, subjektiven und normativen Wertvorstellungen abhängt. Des Weiteren sollen die TN lernen, dass das Teilen nicht ausschließlich den materiellen Besitz, sondern auch beispielweise Wissen, Hilfe und Empathie betrifft. So bietet ein Tanz-/ Performance-Projekt die Möglichkeit, sich mit dem Thema „Reichtum“ frei von Noten- und Leistungsdruck auseinanderzusetzen. Dabei werden die Herangehensweise und die Fragen an die Altersstufe angepasst. Das Projekt könnte, sollte es die Coronakrise erforderlich machen, auch in kleineren Gruppen oder digital erarbeitet werden.

Die Einführung in das Projekt wird wöchentlich (90 Min.) in der Schule unter der Leitung 1 Tänzerin/ Choreografin stattfinden. In den folgenden Monaten wird Bewegungs- und Szenenmaterial erarbeitet und zu Sequenzen zusammengefasst. Aus diesen wird im Abschluss eine Choreografie erarbeitet. Das erarbeitete Stück soll anschließend in einer öffentlichen Aufführung (Tafelhalle Nürnberg) oder Corona bedingt als Livestream präsentiert werden.