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Verbindung aus modernem Hip-Hop und traditionellem Roma-Tanz: Moving Colours

In der Dortmunder Nordstadt haben etwa 53% der Einwohner einen Migrationshintergrund. Die Arbeitslosenquote liegt bei 22% und betrifft auch viele Familien der Roma-Community. Uns ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass jungen Roma sowie anderen Neuzugewanderten Angebote von Vereinen, Jugendzentren und anderen Bildungseinrichtungen unbekannt sind.

Träger/Initiator: Jugendamt Dortmund, Team Nordstadt „Aufsuchende Arbeit“

Kooperationspartner: Roma Art Action: Leitung Hip-Hop- und Tanzworkshops, AWO Streetwork: Räume

Teilnehmer: 55-60 KuJ aus der Roma Community der Dortmunder Nordstadt und deren Eltern; junge Geflüchtete und alle anderen Interessierten

Projektbeschreibung:

Um zwischen den Roma-KuJ, jungen Geflüchteten und anderen jungen Menschen aus der Dortmunder Nordstadt eine Brücke zu bauen, versuchen wir seit Jahren, gemischte Teilnehmergruppen zu schaffen, die an jeweiligen Projekten partizipieren. Dabei sollen niedrigschwellige Kunst-, Tanz- und Musikangebote durchgeführt werden, so dass interkulturelle Bekanntschaften entstehen. Dieses neue Netzwerk soll dazu beitragen, dass das Interesse der KuJ an Jugendeinrichtungen geweckt wird. Dadurch rücken junge Menschen unterschiedlicher Kulturen innerhalb eines Sozialraums näher zusammen.

Im Projektzeitraum werden mehrmals wöchentlich am Nachmittag verschiedene Orte in der Dortmunder Nordstadt aufgesucht, an denen sich viele KuJ aufhalten, um sie für das Projekt zu gewinnen. Innerhalb von 6 Monaten sollen 1 Mal pro Woche jeweils ein dreistündiger Graffitiworkshop (angeleitet von 1 Graffiti-Künstler) und ein dreistündiger Tanzworkshop stattfinden (24 Termine). Die Tanzworkshops werden von einer Mitarbeiterin des Teams Nordstadt des Jugendamtes zusammen mit „Roma Art Action“, einer Initiative von Roma-Jugendlichen aus Essen, durchgeführt. Dabei soll eine Mischung aus modernem Hip-Hop und traditionellem Roma-Tanz entstehen. Hierbei wird besonders Wert darauf gelegt, die Roma-Kultur mit der des Stadtteils zu vermischen und mit der modernen Graffitikunst zu verbinden. Die Jugendlichen tauschen somit ihre Rollen und erlernen die Tanzstile der jeweiligen Kultur. Zudem soll 1x pro Woche ein Hip-Hop-Musik-Workshop stattfinden (24 Termine à 3 Stunden), der von einem Hip-Hop-Künstler angeleitet wird. Die Workshops finden an verschiedenen Orten statt – auf der Straße und in Räumlichkeiten der AWO. Erfahrungsgemäß ziehen solche Aktionen viele interessierte KuJ und deren Eltern an, die ebenfalls beteiligt werden sollen (z.B. Kostümerstellung).

Als Abschluss des Projekts ist eine Aufführung geplant, bei der die Graffitistyles den Hintergrund für mehrere Tanzperformances bilden. Langfristiges Ziel ist die Implementierung eines festen künstlerischen und tänzerischen Programms für die Menschen und der Ausbau lebenspraktischer und künstlerisch-handwerklicher Tätigkeiten im Rahmen von Freizeitbeschäftigungen. Das Projekt MOVING COLOURS soll zu dem Zweck in den nächsten Jahren weitergeführt werden.

: Für das Projekt bewerben

Bewerben auch Sie sich ab Mai 2020 online bei unserer „Ideeninitiative ‚Kulturelle Vielfalt mit Musik‘“. Eine Orientierung zu den erforderlichen Angaben für die Ausschreibung gibt unser Musterprojektantrag.