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Axel Clemens

Interdisziplinäres Tanz- und Foto-Projekt für sechs generationsübergreifende Gruppen: WUNSCHWELTEN

Viele KuJ aus den Stadtteilen, in denen die u.g. Schulen liegen, stammen aus sozial schwachen Familien oder leben bei einem erziehenden Elternteil. Die Stadtteile bieten kaum bis keine Möglichkeiten an kultureller Teilhabe. 

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Träger/Initiator: TanzPartner e.V., Nürnberg

Kooperationspartner:innen: Grund- u. Mittelschulen Holzgartenstraße, Herschelplatz, Konrad-Groß, Scharrer-Gymnasium: TN, Räume, Lehrkräfte; Neues Museum: Kunstvermittlerin und Fotoausstellung.

Teilnehmende: SuS der o.g. Grund- und Mittelschulen und des Gymnasiums, sowie 10 Senior:innen 

Projektbeschreibung:

Im Projekt „Wunschwelten“ ist die Erarbeitung einer Tanzperformance sowie die Herstellung künstlerischer Fotos und die Auseinandersetzung mit dem Thema „wie würde ich mir eine perfekte Welt, in der ich leben wollte, wünschen“ vorrangiges Ziel. Im Rahmen des Stückentwicklungsprozesses sollen verschiedene Selbst- und Sozialkompetenzen geschult werden. Das Projekt richtet sich an 6 generations- und schulübergreifende Gruppen. Gemeinsam mit den TN fragen wir uns, wie eine “Wunschwelt” aussehen und was passieren müsste, damit unsere Welt sich zu dieser Wunschwelt entwickeln kann. Wie können wir unseren Körper als aktives Instrument wahrnehmen, um unsere Bedürfnisse, Wünsche und Träume in die Realität umzusetzen? Welche Emotionen entstehen in unserem Körper? Kann das Handeln einer einzelnen Person die Welt verändern? Während der Pandemie waren wir als Gesellschaft in eine Art Stillstand versetzt. Unsere körperliche Aktivität war auf ein Minimum reduziert, der Bewegungsradius, Kontakte und soziales Leben wurden sehr begrenzt. Der Körper wurde weitestgehend im Krankheitskontext und als Gefahrenträger gesehen. Was bedeutet das für die Wahrnehmung unseres Körpers? Das Vertrauen in den eigenen Körper und dessen Fähigkeiten ist für uns alle wichtig. Damit man mutig und selbstbewusst sein kann, muss man lernen, dass man etwas beeinflussen und bewirken kann. Der generationsübergreifende Aspekt im Projekt soll verdeutlichen, welche Wünsche die jeweilige Generation prägen. Gemeinsamkeiten u. Unterschiede finden ihren Platz und werden mit den TN, auch in gemeinsamen Proben, reflektiert. 3 Choreografinnen von TanzPartner e.V. erarbeiten mit den jeweiligen Gruppen (1-2x/ Wo. à 90 Minuten) tanzkünstlerische Inhalte. Eine Kooperation mit dem Neuen Museum wird angestrebt, um die im Projekt entstehenden Eindrücke und Erfahrungen für die Entwicklung von Fotoarbeiten zum Thema zu nutzen. Idee ist, eine installative Performance zwischen Bewegungstableaus und Fotoarbeiten zu kreieren, die ähnlich einem Parcours begangen werden kann und dem Artivismus folgt. Die Performance soll im Juli im öffentlichen Raum präsentiert werden. Das Projekt wird so ausgerichtet, dass es im Corona-Notfall auch mit kleineren Gruppen bzw. digital erarbeitet werden könnte, Projekterfahrungen dazu haben wir bereits 2021 gesammelt.