Rosen Krastev

Bass, Stipendiat der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung 2009-2011

Rosen Krastev, 1982 geboren, besuchte bis 2001 mit Schwerpunktfach Tuba das Musikgymnasium in seiner Heimatstadt Gorna Orjahoviza im Norden Bulgariens. Anschließend folgte ein Studium des klassischen Gesangs an der staatlichen Musikhochschule in Sofia, das er 2005 abschloss. Von 2006 bis 2008 war Rosen Krastev als Solist an der Oper der Stadt Plovdiv, Bulgarien, engagiert und arbeitete zugleich als Solist für den staatlichen Rundfunk in Sofia. Seit November 2008 lebt er in Berlin. Zu seinen bisher gesungenen Rollen zählen unter anderem die Verdi-Partien Sparafucile, Pistola und Fiesco sowie Dulcamara aus Donizettis „Der Liebestrank“. Außerdem sang er bereits den Sarastro in „Die Zauberflöte“ und den Leporello in „Don Giovanni“. Neben den Rollen des Don Basilio in „Il Barbiere di Siviglia" sowie des Bonzo in „Madama Butterfly“ und des Angelotti in „Tosca“ hat er auch als Solist im „Requiem“ von Mozart, in der „Petite Messe Solennelle“ von Rossini, in der „Messa di Gloria“ und in „Magnificat“ von Bach gesungen.

Von August 2009 bis Juni 2011 war Rosen Krastev als Stipendiat der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung Mitglied des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Dort sang er u.a. Pietro in „Simon Boccanegra“, den

Hauptmann in „Eugen Onegin“, den 2. Soldaten in „Salome“, Carceriere in „Tosca“ und den 2. Geharnischten in „Die Zauberflöte“. Gastengagements als Tom in "Un ballo di maschera" führten ihn an die Oper Dessau und als Dottor Grenvil in "La Traviata" an die Komische Oper Berlin. Seit der Spielzeit 2012/13 ist Rosen Krastev Ensemblemitglied am  Staatstheater Braunschweig und war dort u. a. als Sarastro, Don Alfonso sowie in der Titelpartie des Händel-Oratoriums "Saul" zu hören.  Auch im Konzert- und Liedbereich hat sich Rosen Krastev ein umfangreiches Repertoire erarbeitet.