Paul O'Neill

Tenor, Stipendiat der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung 2007-2009

In Melbourne geboren, besitzt der Tenor Paul O'Neill neben der australischen auch die irische Staatsbürgerschaft. Nach seinem Gesangsstudium an der Western Australian Academy of Performing Arts in Perth, das er mit einem Bachelor und einem Diplom abschloss, nahm er von 2004 bis 2005 am Young Artist Programme der West Australian Opera in Perth teil. An diesem Opernhaus war er in Rollen zu hören wie Gastone in "La Traviata", Don Ottavio in "Don Giovanni", Monostatos in "Die Zauberflöte" oder Flavio in "Norma". Zu seinem weiteren Repertoire zählen die Rollen des Herzogs von Mantua in "Rigoletto" und die des Bruno in "I Puritani". Darüber hinaus sang Paul O'Neill in verschiedenen Konzerten und Opernproduktionen im Chor der West Australian Opera die Solotenor-Partien. Bei Gesangswettbewerben wie den Metropolitan Opera Awards, den Australian Singing Competition's Opera Awards und den Mathy Awards machte Paul O'Neill als Finalist auf sich aufmerksam und erhielt verschiedene Auszeichnungen und Stipendien. Ein Stipendium der Opera Foundation Australia's Covent Garden ermöglichte Paul O'Neill 2006 eine weiterführende Ausbildung am National Opera Studio in London, danach war er Mitglied der Cardiff International Academy of Voice.

Von November 2007 bis Juni 2009 war Paul O'Neill Stipendiat der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung am Internationalen Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden. Dort sang er u. a. den Hirt in "Tristan und Isolde", Spoletta in "Tosca", den 1. Gralsritter in "Parsifal", Kunz Vogelsang in "Die Meistersinger von Nürnberg" und schließlich den Tenor in Donizettis "Viva La Mamma". Nach dem Abschluss seiner Ausbildung im Juni 2009 wechselte er in das feste Ensemble der Staatsoper Berlin und war in der Spielzeit 2009/10 dort u. a. als Gaston in "La Traviata" und als 1. Jude in "Salome" zu hören. Außerdem war er in einer Wiederaufnahme einer "Hölderlin"-Produktion zu sehen. In der Spielzeit 2010/11 wird u. a die Rolle des 1. Geharnischten in "Die Zauberflöte" sowie die des Conte di Lerma in "Don Carlos" singen.