Wellen Reis(s)en

Träger/Initiator:

Musikschule der Stadt Heidenheim
Monika Zimmermann
Olgastr. 16
89518 Heidenheim
Tel.: 07321/3274510
E-Mail: monika [dot] zimmermann [at] heidenheim [dot] de

Teilnehmer:

Über 80 Schüler der 7. bis 8. Klasse der Friedrich-Voith-Schule Heidenheim, 20 Percussion-Studenten der HfM Stuttgart, 20 Jugendliche des Musikschul-Percussion-Ensembles "Vibraslap"

Kooperationspartner:

Paraskevi Kontogianni, studierte Dirigentin (musikalische Gesamtleitung); Jan Kopp, Komponist (Konzeption, Komposition, Workshops mit den Schülern); Prof. Klaus S. Dreher, Hochschule für Musik Stuttgart (Leitg. studentisches Percussion-Ensemble)

 


Projektbeschreibung

Die musikalische Gesamtleiterin dieses Projektes dirigiert das Orchester der Firma Voith (Papier, Rohstoffe, Energie, Öl & Gas etc.), das in der Kantine des Ausbildungsgebäudes probt. Aus den Proben im Umfeld von Papier, Metall und Rohstoffen und der Stadt(teil)-prägenden Eigenschaft des Konzerns ist diese Projektidee entstanden. Die Schüler wohnen zumeist im Stadtteil „Voith-siedlung“, der Anteil an Migranten ist dort etwa doppelt so hoch wie im städt. Durchschnitt. Das Projekt „Wellen Reis(s)en“ nimmt Bezug auf das Thema Migration und auf die Eigenschaften von Papier. Grundlage ist eine neue Komposition für 2 Schlagzeugensembles (professionell bzw. semiprofessionell; Hochschule bzw. Musikschule) und 4 Gruppen von Jugendlichen (Werkrealschule). Die Schlagzeugpartien sind konventionell komponiert. Die Partie der 4 Gruppen als Teil der Gesamtkomposition ist nur ungefähr notiert und lässt Freiräume für individuelle Gestaltung. Diese wird in Workshops über einen Zeitraum von 10 Wochen zusammen mit den Schülern im Ganztagsunterricht erarbeitet, in Form von Texten, unterschiedlichen Sprachen, Geräuschen und Klängen mit Werkstoffen wie Papier, Metall und Holz. Gegen Ende der Probephase proben die 4 Schülergruppen gemeinsam. An einem Kompaktwochenende proben alle Schüler gemeinsam mit den 2 Schlagzeugensembles für die Abschlussaufführung.

Diese findet in der Kantine des Voith-Gebäudes statt: die Schlagzeugensembles werden frontal aufgestellt, die 4 Schülergruppen stehen im Raum zwischen dem Publikum, ihre Klangaktionen umschließen den Zuhörer. Durch das Projekt soll ein musikalisches Zusammenspiel zwischen Laien und Profis entstehen, in das die Erfahrungen und Fähigkeiten der Jugendlichen gleichwertig eingebunden sind. (Die Arbeit mit den 2 Schlagzeugensembles wird in diesem Projekt nicht finanziell beantragt.) 60% der teilnehmenden Schüler haben einen Migrationshintergrund. Das Projekt läuft von Januar bis Mitte März 2012. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 4.000 Euro.