Was Glaubst Du Denn?

Träger/Initiator:

Offene Jazz-Haus Schule e.V.
Herrn Peter Scheible
Eigelstein-Torburg
50668 Köln
Tel.: 0221/13 05 65 21
projekte [at] jazzhausschule [dot] de
http://www.jazzhausschule.de

Teilnehmer:

40-60 christliche, muslimische und jüdische Jugendliche im Alter von 13-19 Jahren

Kooperationspartner:

Katholische Gemeinde St. Rochus und Hl. Dreikönige, Synagogengemeinde Köln, DITIB – türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion e.V., Kölner Rat d. Religionen (TN-Aquise)
SK Stiftung, Kulturstiftung der Sparkasse Köln Bonn (finanzielle Förderung)

 


Projektbeschreibung

Ein Musiktheaterprojekt für christliche, muslimische und jüdische Jugendliche aus Köln in Kooperation mit jeweils verschiedenen religiösen Einrichtungen.

Ziel dieses religionsübergreifenden Musiktheaterprojekts ist das Erreichen von Jugendlichen verschiedenen Glaubens in den jeweiligen religiösen Einrichtungen. In jeder der 3 religiösen Gemeinschaften/Einrichtungen (christlich, muslimisch und jüdisch) bilden sich 1-2 Gruppen. Pro Gruppe unterrichtet je ein Dozent mit anderem religiösen/kulturellen Hintergrund in den Bereichen Schauspiel, Tanz oder Gesang. Es werden Gespräche und Interviews mit den Teilnehmern geführt und gemeinsam mit ihnen Szenen entwickelt, die dann mit einer Regisseurin zu einem Stück über Religion, Kirche/Gemeinde, über das Leben selbst, über die ehemalige Heimat der Teilnehmer, ihre Kultur, Bräuche und dem heutigen Dasein in Deutschland zusammengefügt werden. Das Stück wird auf realen Erzählungen der Jugendlichen basieren, die in gegenseitigen Interviews, Schreib- und Improvisationsspielen entstehen. Genauso werden Tänze, Musik, Lieder und andere Sprachen in die Inszenierung eingegliedert. Nach anfänglich 1-2 Proben in der Woche à 1,5-2 Stunden wird es eine intensivere, gemeinsame Endprobenphase geben, an deren Ende ein gemeinsames Musiktheaterstück entstehen und in den jeweiligen Einrichtungen zur Aufführung (auch wechselseitig) gebracht wird.

So entsteht ein Austausch und ein Kennenlernen, was einen hohen Wert über das konkrete Projektergebnis hinaus haben wird. Neben dem integrativen Wert, den die Arbeit mit den Jugendlichen und die Weiterentwicklung jedes einzelnen hat, soll ein Endprodukt stehen, das auch für ein Publikum ohne direkte Beziehung zu den Darstellern in inhaltlicher wie ästhetischer Hinsicht von Interesse ist. Den Jugendlichen sollen Toleranz und Offenheit gegenüber Fremden vermittelt werden. Wobei nicht nur der Dialog von Interesse ist, sondern auch eine Spurensuche eines jeden Jugendlichen in seiner eigenen Geschichte, in seiner eigenen Familie. 18-50% der Einwohner in den verschiedenen Kölner Stadtteilen haben einen Migrationshintergrund. Das Projekt läuft von Dezember 2009 bis März 2010. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 5.000 Euro.