Vom Auszug Aller Ausländer

Träger/Initiator:

Offener Kinder- und Jugendtreff Marienstift 
Projektleitung: Conny Steger
Wachsenburgallee 12
99310 Arnstadt
Tel.: 03628/58 37 48
E-Mail: rott [at] ms-arn [dot] de 

Web: www.ms-arn.de

Teilnehmer:

Ca. 50 Kinder und Jugendliche aus den umliegenden Schulen und dem Asylbewerberheim Arnstadt

Kooperationspartner:

Fachhochschule Kunst (Mitarbeit Studenten); VHS Ilmkreis (Räumlichkeiten); Robert-Bosch-Regelschule, Grundschule Dr. Harald Bielfeld, Landratsamt (TN/TN-Akquise)

 


Projektbeschreibung

Der Kinder- und Jugendtreff Marienstift arbeitet im Sozialraum Arnstadt Bahnhof/West verstärkt mit Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien, im Gebiet befindet sich auch eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber.
In diesem Projekt soll ein Theaterstück mit Musik nach Helmut Wöllensteins „Vom Auszug aller Ausländer“ geschrieben werden. Was wäre, wenn alle ausländischen Mitbürger und Produkte Deutschland verließen? Wie arm wäre unser Land, die Menschen und die Kultur dann? "Ausländer raus", rufen 3 Randalierer und haben es auf den türkischen Händler abgesehen. Niemand will etwas gesehen haben. Der Händler versteht die Welt nicht mehr, seine Waren die Bananen, Ananas, Schnittblumen und Palmen sind sich einig, hier wollen sie nicht bleiben. Schokoladen, Kaffeebohnen etc. verschwinden in ihre Heimatländer, plötzlich ist der Wochenmarkt leer und die Kinder vermissen ihre Leckereien. Es gibt in diesem Stück ein Happy End mit den Zuschauern, indem diese am Ende zu einer Diskussion angeregt werden. 

Die TN gestalten im Laufe des Projekts Lieder, Texte und Tänze und sind an Bühnen- und Kostümgestaltung beteiligt. Kulturelle Eigenheiten und Unterschiede werden dabei bewusst integriert, um einen selbstbewussten und angstfreien Umgang mit verschiedenen Kulturen zu entwickeln und ein gleichberechtigtes Zusammenleben zu gewährleisten. Die TN sollen lernen, eine Balance zwischen kulturellen Eigenheiten, eigenen Bedürfnissen und Interessen anderer Mitmenschen herzustellen. An 4 Tagen in der Woche à 1-2 Std. wird gruppenweise in den Schulen und an der VHS gearbeitet, angeleitet von insg. 4 Musik-, Tanz- und Theaterpädagogen bzw. Kunsttherapeuten.
Alle Proben finden nachmittags statt. Das Theaterstück wird zum Schluss allen interessierten Schülern im Umkreis präsentiert. 40% der Teilnehmer haben einen Migrationshintergrund. Das Projekt läuft von März bis Mai 2013. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 2.160 Euro.