Trommeln - Eine Gemeinsame Sprache

Träger/Initiator:

Stadt Solingen
Stadtdienst 57/RAA
Frau Hiltrud Bensberg-Müller
Rathausplatz 1
42651 Solingen
Tel.: 0212/29 02 552
h [dot] bensberg-mueller [at] solingen [dot] de

Teilnehmer:

12 Förderklassenschüler und 12 Regelklassenschüler der obigen Schule

Kooperationspartner:

Hauptschule Krahenhöhe, Solingen (TN-Akquise)

 


Projektbeschreibung

Schüler der Hauptschule Solingen überwinden die Integrationsbarriere Sprache durch gemeinsames Trommeln.

Neue Fünftklässler der Hauptschule Solingen, die die deutsche Sprache nicht sicher beherrschen, können für ein bis zwei Jahre eine internationale Förderklasse besuchen. Diese Schüler haben einen erschwerten Lernweg, denn ihnen fehlen die Möglichkeiten, sich angemessen zu verständigen und sind verunsichert. An der Schule sind teilweise Abgrenzungsprozesse einzelner Gruppen zu beobachten. Das Projekt „Trommeln – Eine gemeinsame Sprache“ wird in der Schule für 12 Schüler der internationalen Förderklasse sowie für 12 Schüler einer „normalen“ Regelklasse durchgeführt. Die Schüler werden durchmischt und in 2 Gruppen aufgeteilt. Pro Gruppe wird über einen Zeitraum von 11 Wochen wochentags für 1,5 Std. und samstags für 2 Std. am Nachmittag gearbeitet und musiziert. Nachmittagsangebote der Schule werden erfahrungsgemäß sehr gut angenommen. Im Unterricht werden traditionelle afrikanische Musikinstrumente eingesetzt wie Djembe Trommeln, Krin (Schlitztrommel), Balafon (Holz-Xylophon) oder Bolombato (mit Kuhhaut bespanntes 3-4 Saiten Instrument). Ein afrikanischer Trommellehrer erteilt den Unterricht, an einigen Terminen findet Bewegungs-/Tanzunterricht mit einer afrikanischen Trainerin statt. Außerdem nimmt eine Lehrkraft der Hauptschule am Unterricht teil. Der afrikanische Schwerpunkt des Projekts ist bewusst gewählt, da mit für alle Schüler fremden Instrumenten und Rhythmen gearbeitet werden soll.

Der Unterricht ermöglicht so die Erfahrung kultureller Gemeinsamkeit in der Unterschiedlichkeit. Während des Projekts soll eine Gruppe entstehen, die sich auf die einzelnen individuellen Rhythmen konzentrieren und die unterschiedlichen Rhythmen als Ganzheit erleben kann. In einem Abschlusskonzert in der Schule mit afrikanischen Speisen und einer afrikanischen Gastgruppe werden die Schüler – auch ihren Mitschülern – präsentieren, dass sie zu einem Ganzen zusammengewachsen sind. Durch den Verbleib der angeschafften Instrumente in der Schule und die Einbindung der den Unterricht begleitenden Lehrkraft wird das Trommeln in Form der AG in der Schule fortgesetzt. 50% der Schüler haben einen Migrationshintergrund. Das Projekt läuft von November 2009 bis Januar 2010. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 3.500 Euro.