Traumspiel

Träger/Initiator:

Jens-Nydahl-Grundschule, Berlin
Christine Meyke
Kohlfurter Str. 20
10999 Berlin
Tel.: 030/50586111
E-Mail: sek [at] j [dot] nydahl-gs [dot] schule-berlin [dot] fk [dot] de
Website: Jens-Nydahl-Grundschule

Teilnehmer:

ca. 60 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren der Jens-Nydahl-Grundschule

Kooperationspartner:

Kotti e.V., Schulsozialarbeiter; Familie e.V. (inhaltliche Unterstützung und Übersetzungen)

 


Projektbeschreibung

Kinder, die am Kottbusser Tor aufwachsen (Berlin Kreuzberg/Oranienstraße), tun dies mit dem Gefühl, am äußeren Rand der Gesellschaft zu leben. Ihren Migrationshintergrund empfinden die Kinder in schulischen Zusammenhängen nicht selten als Handicap, da oft sprachliche Schwierigkeiten zu überwinden sind und wenig Unterstützung seitens der Familie möglich ist.
Was Menschen erleben und empfinden, schlägt sich innerlich in Träumen wieder, Kinder erzählen sie gern. In diesem Projekt geht es darum, die Träume der Kinder kennenzulernen und sie musikalisch, in Bewegung und in szenisches Spiel umzuwandeln – eine moderne Oper en miniature zu gestalten. Da meist in der Muttersprache geträumt wird, soll auch in der Muttersprache erzählt werden. Schulsozialarbeiter des Kotti e.V und Familie e.V. übersetzen aus dem Türkischen bzw. Arabischen ins Deutsche. Die Kinder übernehmen bei der Projektumsetzung unterschiedliche Rollen, als Musiker, Librettist, Tänzer oder Darsteller und als Kostüm- und Bühnenbildner. Nach Gesprächen mit den Kindern werden 5-6 Träume ausgewählt, die die japanische Komponistin Mayako Kubo in eine Partitur und eine Art Fahrplan für die „Minioper“ umwandelt.

Für die szenische Umsetzung ist Regisseurin Marieke Rügert verantwortlich. Gerhard Scherer übernimmt die Leitung der Musik. Instrumente werden von der Schule sowie von einer nahegelegenen Musikschule geliehen. Die Proben erfolgen 2x pro Woche jeweils 1 Unterrichtsstunde im Fach Musik und in einer Opern-AG während der Projektlaufzeit mit wechselnden Schwerpunkten (Tanz und Musik mit je 6x2 Unterrichtseinheiten). Am Ende des Projekts steht eine große Aufführung in der Aula der Schule.
Die Kinder lernen aus diesem Projekt, wie sie sich musikalisch ausdrücken können und sehen ihre Muttersprache als Bereicherung und Teil des Ganzen. Die neu erworbenen Kommunikations- und Ausdrucksformen werden später im Unterricht und in Projektwochen positiv zum Tragen kommen. 98% der teilnehmenden Schüler haben einen Migrationshintergrund. Das Projekt läuft von Januar bis März 2012. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme von 4.600 Euro.