Spiegelbilder

Träger/Initiator:

Musikzentrum Bamberg e.V.
Ursula Fluegel
Schillerplatz 4
96047 Bamberg
Tel.: 0951/9177470
E-Mail: info [at] musikzentrum-bamberg [dot] de
Website: http://www.musikzentrum-bamberg.de

Teilnehmer:

40 Kinder und Jugendliche vornehmlich aus den Stadtvierteln Gereuth-Hochgericht und Starkenfeldstraße; 28 Kinder und Jugendliche, die regelmäßig das Musikzentrum besuchen, davon 8 Ältere als Planungsteam und Workshop-Unterstützer

Kooperationspartner:

AG Soziale Stadt/Integrationsbeirat Bamberg (TN-Akquise, Öffentlichkeitsarbeit); Hugo von Trimberg Hauptschule Bamberg (TN-Akquise), Musikhaus Thomann (Förderer)

 


Projektbeschreibung

Die Bamberger Stadtviertel Gereuth-Hochgericht und Starkenfeldstraße sind Fördergebiete der „Sozialen Stadt“. Die kulturellen Teilhabechancen der Kinder und Jugendlichen sind stark eingeschränkt, es gibt wenig Kontakte mit den Bevölkerungsgruppen der Stadt. Das Projekt möchte neben einem interkulturellen Austausch über die Musik Sprachkenntnisse als eine wichtige Schlüsselqualifikation fördern. Das Bild der „Spiegelbilder“ steht dafür, dass jeder der TN in dem anderen auch ein Stück von sich selbst sieht.
3 Workshops à 2 Stunden mit musikal. Mitmachaktionen zu der Musik „Spiegel im Spiegel“ von Arvo Pärt laden zu einem ersten Kennenlernen ein, Workshops für die Projektzeit werden gewählt. Im Bühnen-Workshop (3x 3Std.) lernen die TN Techniken, sich einem Publikum zu öffnen: Mit Improvisationstheater, Pantomime und Sprachübungen wird die Wahrnehmung von Körper, Stimme und Raum geschult. Im Instrumenten-Workshop (12x 4Std.) lernen die TN Instrumente kennen oder intensivieren ihre Fähigkeiten. Es finden sich Bands, die Songs zu den Szenen der Bühnen-Workshops entwickeln. Im Sprache/Musik-Workshop (12x 4Std.) werden Gefühle sprachlich ausgedrückt, die TN spiegeln eigene Lebenserfahrungen musikalisch und textlich, die sie für die Songs nutzen. Mit gezielten Übungen werden u.a. grammatikalische und phonetische Kenntnisse aller Sprachen der TN trainiert, jeder in seiner Muttersprache und Zweitsprache.

Die Workshops werden von 4 Musik-/Theaterpädagogen angeleitet, unterstützt von 8 jugendlichen Musikschülern als Mentoren, die auch die Projektidee hatten. Die  Termine finden am Nachmittag, Wochenende und in den Ferien statt. In 3 Terminen à 3 Std. proben alle Gruppen gemeinsam für das Abschluss-Konzert mit Präsentation aller Kompositionen und Improvisationen. Bei der Vorbereitung (Dekoration, Speisen etc.) werden auch die Familien der TN einbezogen. Die Konzert-Konzeption übernehmen die TN selbst. Geplant ist über den Projektzeitraum hinaus die Förderung der Projektbands durch preislich gesponserten Unterricht sowie durch die Organisation von Konzertauftritten. 19% der Teilnehmer haben einen Migrationshintergrund. Das Projekt läuft von Anfang Dezember 2011 bis Anfang März 2012. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 4.000 Euro.