Sechse Kommen Aus Der Ganzen Welt

Träger/Initiator:

Mehrgenerationenhaus der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Hinrichsenstr. 14
04105 Leipzig
Sylvia Tydecks
Projektverantwortliche
Tel: 0341/2255745
E-Mail: irg-projekte [at] gmx [dot] de

Teilnehmer:

15 (Vor-)Schüler im Alter von 5 bis 12 Jahren mit hauptsächlich russischem, ukrainischem, vietnamesischem und polnischem Migrationshintergrund

Kooperationspartner:

Hort der 10. Schule (Grundschule), Hort der Nachbarschaftsschule, Integrative Kita KITAMO des Internationalen Bundes (TN-Akquise)
Kultur- und Begegnungszentrum "Ariowitsch-Haus" e.V. (Öffentlichkeitsarbeit)

 


Projektbeschreibung

Einstudierung und Aufführung eines Musiktheaterstücks, das auf einem deutschen Volksmärchen basiert.

Dieses Projekt richtet sich an Kinder, die im Viertel um die Leipziger Eisenbahnstraße leben und oftmals einen Migrationshintergrund besitzen. Ziele des Projekts sind bessere Deutschkenntnisse und mehr Selbstbewusstsein der TN. Kinder und Eltern aus verschiedenen Kulturen und Glaubensgemeinschaften sollen die Scheu voreinander verlieren und Neugier an den anderen Kulturen bekommen. Unter Anleitung von 6 Musik- und Theaterpädagogen, Schauspielern und Erziehern erarbeiten Kinder im Alter von 5-12 Jahren ein Musiktheaterstück, das auf dem deutschen Märchen „Sechse kommen durch die ganze Welt“ basiert und Elemente aus den Kulturen der Teilnehmer integriert. Es handelt von den Abenteuern, die der Held der Geschichte bei seiner Wanderung durch die Welt erlebt. Er trifft in den verschiedenen Ländern auf Kinder und lernt sie und ihre Länder kennen. Die Rahmenhandlung des Stücks ist also vorgeben. Welche Länder bereist werden, welche Lieder und Tänze in das Stück eingearbeitet werden, erarbeiten die TN selbst. Angeleitet werden die Kinder von fachlich hoch qualifiziertem Personal beispielsweise aus Russland, dessen Abschlüsse in Deutschland oftmals nicht anerkannt sind.

Mit diesem Projekt erfahren also auch die Mitarbeiter Anerkennung und Wertschätzung. Arbeitssprache ist deutsch. Die Proben finden 1-2x wöchentlich für 2-3 Stunden in den Räumen der Israelitischen Gemeinde statt. Die Teilnahme der Eltern an den Proben ist gewünscht und ermöglicht kulturellen Austausch auch zwischen den Eltern. In den letzten 4 Wochen wird 2x wöchentlich für 2 Stunden geprobt. Nach der Generalprobe wird das Stück mindestens 3x aufgeführt: in der Israelitischen Gemeinde, in den Partnerschulen und im Kindergarten. 10% der Einwohner Leipzigs haben einen Migrationshintergrund. Das Projekt läuft von Januar bis Mai 2011. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 4.225 Euro.