Ronja Räubertochter

Träger/Initiator:

PAKT e.V. Freiburg
Schwarzwaldstraße 300
79117 Freiburg
Projektleiterin: Felicia Jübermann
Tel: 0176-80221992
E-Mail: kulturprojekte [at] gmx [dot] de

Teilnehmer:

50 Schüler im Alter von 6 bis 15 Jahren der o.g. Einrichtungen, 10 Studierende der Musikhochschule und Senioren der Theatergruppe Methusalem

Kooperationspartner:

Adolf-Reichwein-Grundschule, Regenbogen-Grundschule, Kinderlernhaus Freiburg (Kiga und Schule), Seniorentheatergruppe Methusalem, Musikhochschule Freiburg (TN+WS)

 


Projektbeschreibung

In dem beantragten Projekt erarbeiten die Schüler von drei Schulen in Zusammenarbeit mit Studierenden und Senioren ein Musical, das nach Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ von der Freundschaft zweier Kinder verfeindeter Familien, von Einsamkeit und Mut erzählt und von der grausamen Welt der Erwachsenen (Räuber), die von Härte, Diebstahl, Verlust und der Liebe zu ihren Kindern geprägt ist. Unter Anleitung von einer Regisseurin, zwei Musikern und einer Sängerin studieren die Schüler der drei Einrichtungen separat verschiedene Rollen und Gruppen im Stück ein wie tanzende Graugnome und kreischende Wildruden. Die Teilnehmer bauen Instrumente, üben die Räuberfeste mit Trommelrhythmen zu begleiten, sie experimentieren mit Tönen und Klängen durch Bodypercussion, mit Stockkampf-Maculele, mit Wörtern, Gesängen und Echos. Wie klingen Nebelschwaden oder ein Wasserfall? Wie hört sich Ronjas Frühlingsschrei an und welches Instrument kann die Hufe der Pferde nachahmen? Gearbeitet wird über fünf Monate einmal in der Woche. Parallel werden im Musikunterricht der Schulen in verschiedenen Sprachen die Lieder der Hauptakteure Ronja und Lovis erarbeitet. Die Studierenden spielen in dem Stück die Räuber mit ihren verschiedenen Sprachen, Tricks und Ticks. Die Rollen der alten Bauern werden von den Senioren übernommen. Beide Gruppen proben einzeln an fünf Terminen à 2 Stunden.

Schließlich werden alle Gruppen in zwei Probeintensivwochen Ende April/Anfang Mai zusammengeführt, um gemeinsam das Musical einzustudieren. Dieses wird am Ende dreimal im Ebneter Stadtpark im Rahmen des Kultursommers in Form eines zweistündigen Spaziergangs aufgeführt. Es wird fünf verschiedene Theater-Musical-Stationen geben, an denen zeitgleich mehrfach hintereinander verschiedene Szenen gespielt werden. Das Zentrum bildet das Räuberlagerfeuer, an dem die Besucher am Ende der Aufführung gebackenes Fladenbrot und Räubersaft bekommen und in gemütlicher Runde zusammen sitzen können. Das Ziel des Projekts ist, eine Begegnung zwischen Menschen verschiedenen Alters und verschiedener kultureller Hintergründen zu initiieren, Toleranz und Offenheit zu vermitteln und die Freude an Tönen, Lauten, Rhythmen und verschiedenen Sprachen zu fördern.

80% der Teilnehmenden haben einen Migrationshintergrund. Das Projekt läuft von Januar bis Mai 2014. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 4.400 Euro.