Mit Musik Verbinden – Durch Musik Grenzen Überwinden

Träger/Initiator:

Caritasregion Mittelthüringen im Caritasverband für das Bistum Erfurt e.V.
Regierungsstraße 55
99084 Erfurt
Stephan Schmidt
Migrationsberater in der Caritasregion Mittelthüringen
Tel: 0361/5553358
E-mail: schmidt [dot] stephan [at] caritas-bistum-erfurt [dot] de
http://www.caritas-bistum-erfurt.de

Teilnehmer:

20 jugendliche Asylbewerber aus verschiedenen Heimen in den Kreisen Erfurt, Weimar, Weimarer Land und Gotha

Kooperationspartner:

Universität Erfurt, Erziehungswissenschaftliche Fakultät, Fachgebiet Musik (Partner in der Durchführung)

 


Projektbeschreibung

Jugendliche Asylbewerber erhalten „Musikunterricht" von Lehramtsstudenten.

Jugendliche Asylbewerber sind aufgrund ihrer Lebenssituation und der so genannten „Residenzpflicht“, mit der sie sich über ihren Wohnort/Landkreis hinaus kaum frei bewegen können, von gesellschaftlicher Partizipation und Beteiligung am kulturellen Leben ausgeschlossen. Diesem soll mit dem Projekt entgegengewirkt und Selbstbewusstsein aufgebaut werden; 20 jugendliche Asylbewerber erhalten von Lehramtsstudenten unter Anleitung von Dozenten der Universität Erfurt „Musikunterricht“. Die 8 Studenten haben teilweise selbst einen Migrationshintergrund und können somit auch als Vorbilder dienen. Die musikpädagogische Anleitung erfolgt über 8 Wochen wöchentlich für 3 Stunden und beginnt im November. Die Asylbewerber werden dazu nach Erfurt in die Hochschule gefahren, um ihnen zu ermöglichen, ihr gewohntes Umfeld zu verlassen und neue Erfahrungen zu sammeln. Die Erlaubnisse dafür organisiert die Caritas. Die meisten der Teilnehmer haben keine musikalischen Vorkenntnisse, so konzentriert sich der Musikunterricht auf Formen, die schnell zu erkennbaren Erfolgen führen, wie Percussion, Singen und Gitarrenspiel. Im Dezember folgt ein kl. gemeinsames Weihnachtskonzert (ökumenisch/international) an der Uni.

Zum Abschluss des Projekts im Januar tragen die Jugendlichen und Studenten einen Teil zum Semesterabschlusskonzert der Uni bei, die Jugendlichen erhalten außerdem ein Kurszertifikat. Beides soll den Asylbewerbern das Gefühl von Anerkennung vermitteln. Zudem sind Patenschaften zwischen den Studenten und Asylbewerbern geplant, die eine Weiterführung des Unterrichts ermöglichen sollen. Die Ausschreibung der LMKMS hat die Initiatoren zu dieser Projektidee animiert. Das Projekt findet in jedem Fall statt, ohne finanzielle Unterstützung allerdings nur in kleinem Rahmen. 100% der jugendlichen Asylbewerber haben einen Migrationshintergrund. Das Projekt läuft von November 2010 bis Januar 2011. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 5.000 Euro.