Hip Hop Und Arabeske – Orient Meets Okzident

Träger/Initiator:

Gangway e.V., Team Schöneberg
Herr Hüseyin Yoldas
Dominicusstraße 41
10827 Berlin
Tel.: 030/28 30 230
info [at] gangway [dot] de
http://www.gangway.de/

Teilnehmer:

15-20 Jugendliche im Alter von 16-19 Jahren, davon 90% mit Migrationshintergrund

Kooperationspartner:

Flipper, Haiways (freie Träger Jugendhilfe, Räumlichkeiten)
Weiße Rose (kommunale Einrichtung, Ort der Abschlussaufführung)
Integrationsbeauftragte des Bezirks Tempelhof-Schöneberg

 


Projektbeschreibung

Berliner Jugendliche, die durch Streetworker betreut werden, verknüpfen ihre beiden musikalischen Hauptthemen Hip Hop und Arabeske und präsentieren die Ergebnisse bei einem Anschlusskonzert.

HipHop und Arabeske sind bedeutende kulturelle Ausdrucksformen von Jugendlichen, sowohl in Europa als auch im Orient. Die Kinder der Gastarbeiter in Deutschland schufen musikalisch einen neuen Sound, weil sie auf der einen Seite nicht loslassen können von den Musikidolen, mit denen sie aufwuchsen und auf der anderen Seite ihre Gefühle besser in Deutsch oder sogar in gemischter Sprache erzählen wollen. Dabei geht es den Jugendlichen nicht darum, den nationalen Bezug herzustellen, sondern die eigene musikalische Vielfalt zu präsentieren. Die Inhalte der Arabeske-Songs sind Fremde, Heimat, Liebe, Unglück und Verlust. So werden durch diesen Arabeske-Bezug sowohl die Migrationsgeschichte der Eltern wie auch die eigene Erfahrung thematisiert. 15-20 musikalisch begabte, durch Streetworker betreute Jugendliche im Alter von 16-19 Jahren, die der Hip Hop-Kultur einerseits und der Arabeske andererseits verbunden sind, sollen mit diesem 3-monatigen Projekt die Möglichkeit bekommen, sich bei einem großen Event professionell darzustellen. 5 Gruppen unterschiedlichster Besetzung soll die Möglichkeit geboten werden, eine CD zu produzieren und im Anschluss ein Live-Konzert zu geben. Im Rahmen des Projekts werden pro Gruppe 2 6-stündige Workshops durchgeführt, in denen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der HipHop- und der Arabeske-Kultur herausgearbeitet werden.

Weitere wichtige Schwerpunkte werden Rassismus, Religion, die Rolle der Frau, Armut, Ausgrenzung, Arbeit(-slosigkeit), Politik, Leben im Alltag, Medien und Musik sein. Dazwischen finden unter Anleitung der Honorarkräfte wöchentlich 5-stündige Proben statt, in denen musiziert wird und die verschiedenen Gruppen miteinander in Kontakt kommen. Die Jugendlichen werden musikalisch zusammenarbeiten und gemeinsam Choreographien und Songs für das abschließende Live-Konzert entwickeln. Die Fähigkeiten, die die Jugendlichen erworben haben, können sie im Anschluss auch außerhalb des Projekts bei Straßenfesten, Konzerten und Veranstaltungen einem größeren Publikum vorstellen. 90% der von den Streetworkern betreuten Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund. Das Projekt läuft von November 2009 bis Februar 2010. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 3.500 Euro.