Heimat Re-Invented

Träger/Initiator:

Werkstatt für Musik, Kunst, Tanz, Theater e.V.
Frau Andrea Riedel
Marsilstein 4-6
50676 Köln,
Tel.: 0221/51 64 00
info [at] mukutathe-werkstatt [dot] de
http://www.mukutathe-werkstatt.de/

Teilnehmer:

70 Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren von Kölner Förderschulen in sozialen Brennpunktvierteln und Mitglieder des Rom e.V. (Roma und Sinti) Köln-Mülheim

Kooperationspartner:

KölnMusik GmbH, Kinder- und Jugendprojekte (Partner in der Durchführung)

 


Projektbeschreibung

Kölner Förderschüler und Mitglieder des Rom e.V. entwickeln ein Stück mit Musik, Tanz und Videoinstallation zum Thema „Das Eigene im Fremden und das Fremde im Eigenen entdecken“.

Kinder verschiedenster Herkunft besuchen die Kölner Förderschulen: Roma, Sinti, Türken, Marokkaner, Italiener, Griechen, Deutsche und Serben. Die Roma besitzen unter den Migranten den schwersten Aufenthaltstitel. Sie werden in Deutschland nur geduldet und fühlen sich deshalb nicht zugehörig. Das Eigene im Fremden und das Fremde im Eigenen entdecken, so könnte die Leitidee dieses Projekts lauten. Für alle teilnehmenden Kinder sind Themen wie Fremdheit und Heimatlosigkeit, Integrationsschwierigkeiten und Ausgrenzung alltagsbestimmend. Heimat ist verbunden mit Traditionen/Wurzeln, Heimat sucht man immer wieder aufs Neue. In diesem Projekt können die Teilnehmer ihren eigenen Zugang zu diesem Thema finden; durch die Betätigung in verschiedenen künstlerischen Arbeitsgruppen, die in eine 60-minütige Aufführung münden. Das Projekt fügt sich ein in die MusikTriennale Köln, die 2010 unter dem Titel „HeimatLos“ stattfindet. Gleichzeitig nimmt das Projekt Bezug auf ein Konzert in der Kölner Philharmonie mit dem Titel „Heimat Bach/Absolute Bach Re-invented“. Das Projekt findet in den Förderschulen statt. Gearbeitet wird in 5 Gruppen, die aus jeweils max. 15 Teilnehmern bestehen und von jeweils 2 Dozenten geleitet werden. Die Dozenten sind insg. 5 Musiker, Tänzer, Choreografen und Mediengestalter. Sie hospitieren vor Projektbeginn in den Schulen, in kurzen Probeworkshops erfolgt das gegenseitige Kennenlernen und die Teilnehmer wählen ihren Interessenschwerpunkt aus.

Sie können wählen zwischen Musik komponieren und musizieren, Bewegung und Tanz, Requisiten herstellen oder Animationsfilme für Projektionen entwickeln. Die Kinder üben an den Schulen über einen Zeitraum von 14 Wochen wöchentlich à 1,5 Stunden je Gruppe und in 2 Intensivworkshops zu Beginn und zum Ende des Projekts. In den wöchentlichen Trainings wird an Grundfertigkeiten gearbeitet, die Intensivphase zu Beginn ist thematisch orientiert und soll impulsgebend sein, das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu reflektieren und die erworbenen Kompetenzen einzusetzen. Den Abschluss des Projekts bilden der 2. Intensivworkshop mit allen Gruppen gemeinsam und die Aufführung in der Kölner Philharmonie im Rahmen der MusikTriennale Köln 2010. 70% der Schüler der Förderschulen haben einen Migrationshintergrund. Das Projekt startet im Januar und endet im Mai 2010. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 5.000 Euro.

Abschlussaufführung:

Am 11. Mai 2010 in der COMEDIA Colonia. Generalprobe am 10. Mai.