Brücke zwischen den Welten

Träger/Initiator:

Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.
Maryana Samchuk
Schwanthalerstraße 70
80336 München
Tel.: 089/189 1798-30
Mail: maryana [dot] samchuk [at] hvmzm [dot] de

Web: www.hvmzm.de

Teilnehmer:

15 unbegleitete Flüchtlinge im Alter von 15-19 Jahren aus dem KOMM-Projekt des Vereins

Kooperationspartner:

Radio Lora, München

 


Projektbeschreibung

Musikalisch untermaltes Hörspiel aus München gestaltet von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

„Hilfe von Mensch zu Mensch“ engagiert sich u.a. im KOMM-Projekt mit schulanalogem Unterricht und sozialpädagogischen Maßnahmen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. In „Brücke zwischen den Welten“ fangen die TN mithilfe verschiedener Aufnahmemethoden, mit Instrumenten, Stimmen und Geräuschen/Klängen, in Gruppenarbeit die Atmosphäre und Szenen ihres Alltags ein und kreieren in einem professionellen Studio ein musikalisch untermaltes Hörspiel, das im Radio gesendet und im Internet zum Download verfügbar sein wird. Ziele des Projekts sind: Eine Brücke zwischen Vergangenheit (Heimat) und Zukunft (Aufnahmeland) zu bauen, die traumatisierenden Erfahrungen von Flucht und Gewalt musikalisch zu verarbeiten und schließlich die Öffentlichkeit an dem Erlebten teilhaben zu lassen. Zuerst erfolgen Gespräche und Brainstormings mit den TN, die die Grundlage für die spätere Geschichte des Hörspiels ergeben. Thema könnte sein, ob das, was ich vermisse, tatsächlich etwas ist, das ich in meiner Heimat zurückgelassen habe oder doch etwas, was ich mitgenommen habe, aber noch in mir schlummert. Die Antwort könnte sich zu einer spannenden Reise entwickeln, zu einem Abenteuer oder zu einer Krimi-Geschichte – das Gesuchte könnte tausend Gesichter haben.

Es folgen Überlegungen, wie man das Erzählte musikalisch untermalen könnte – gesanglich und rudimentär instrumental mittels Jam-Sessions. Geplant ist nicht eine klassisch strukturierte und dargestellte Geschichte. Das Stück soll vielmehr von der Atmosphäre leben, es soll intuitiv erzählt werden. Dabei werden einzelne Worte, Wortfetzen, Sätze und Melodien aus den Muttersprachen und Kulturen der TN in das Hörspiel eingeflochten. Das Ganze wird von Geräuschen aus den jeweiligen Heimatländern und typischen Geräuschen aus Deutschland unterstrichen, die im Laufe des Hörspiels ineinander verschmelzen. Abschließend erhalten die TN im Studio von „Radio Lora“ Einblicke in die Arbeit mit Radiotechnik. Dort wird das Hörspiel aufgenommen und geschnitten. Die Arbeit im Projekt wird von 1 Musikpädagogen und 1 Autor angeleitet, 1 Tontechniker unterstützt die Arbeit im Tonstudio. Die Ausstrahlung des Hörspiels soll zur Hauptsendezeit erfolgen. 100% der teilnehmenden Jugendlichen haben eine Migrationshintergrund. Das Projekt läuft von Mitte Januar bis Mitte April 2013. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 3.754 Euro.