Alltagsclip

Integration

Träger/Initiator:

Ökumenisches Sozialzentrum St. Martin-Haus
Peter Schmittdiel
Waidmannsweg 11
35039 Marburg
Tel.: 06421/64328
E-Mail: st [dot] martin-haus [at] gmx [dot] de

Web: www.st-martin-haus.de

Teilnehmer:

35 Jugendliche aus beiden o.g. Einrichtungen zwischen 11 und 19 Jahren

Kooperationspartner:

Jugendtheatergruppe des Kulturzentrums Waggonhalle e.V
Hip Hopper „Woodvalley Movement“

 


Projektbeschreibung

Das St. Martin-Haus leistet seit 40 Jahren Sozialarbeit im Waldtal, einem benachteiligten Stadtteil Marburgs, in dem jedes 2. Kind von Transferleistungen lebt. Durch unzureichende Infrastruktur und seine Randlage fehlen Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung. Das Hip Hop-Projekt „Woodvalley Movement“ des St. Martin-Hauses hat sich zu einem erfolgreichen Modell für die Jugendsozialarbeit entwickelt, um kreativ und produktiv zu arbeiten. Im Rahmen des „Alltagsclips“ wird eine Kooperation der Hip Hopper mit der Jugendtheatergruppe des Kulturzentrums Waggonhalle aufgebaut. Ziel ist die gemeinsame Erarbeitung eines Kurzfilms, der die musikalischen und performativen Elemente des Hip Hop mit theatralen Darstellungsformen verbindet. Die Teilnehmer reflektieren dabei ihre alltäglichen Erfahrungen, Wünsche und Ängste und stellen diese im Film dar. Hierdurch wird ein Bewusstsein für die vielfältigen sozialen und kulturellen Lebenswelten der Jugendlichen geschaffen und ein tolerantes Miteinander gefördert. Gearbeitet wird in separaten wöchentlichen Treffen der 2 Gruppen im St. Martin-Haus und den Waggonhallen und 5 gemeinsamen Workshops im 3-wöchigen Rhythmus. Beim Auftaktworkshop erfolgt die Projektvorstellung, durch Gruppen- und Gedankenspiele lernen sich die TN kennen und sammeln erste Ideen für die kreative Gestaltung des Kurzfilms. Die anschl. 4 Workshops dienen dazu, die Ergebnisse der wöchentlichen Treffen miteinander zu kombinieren, bestehende bzw. neue Ideen weiterzuentwickeln und in das Film-Konzept zu integrieren.

3 Medien-, Theater- und Sozialpädagogen leiten das Projekt an, die TN sollen dabei möglichst selbstbestimmt an ihren Stücken arbeiten und eigene Ideen und Erfahrungen einbringen. Außerdem gestalten die TN die für den Film notwendigen Requisiten und das Bühnenbild. Mit fortschreitender Arbeit werden die Performances der TN gefilmt und im Film zusammengeführt. Wichtige Fähigkeiten in der Produktion von Medien werden vermittelt und damit ein Bewusstsein für den reflexiven Umgang mit medialen Bildern geschaffen. Zuletzt bereiten die TN einen Showabend vor, bei dem Live-Auftritte die Präsentation des Films begleiten. Der Film wird auch im Marburger „Cineplexx“-Kino und bei Jugend-/Kulturinitiativen gezeigt, wodurch die TN weitere Anerkennung für ihre Arbeit bekommen. 40% der teilnehmenden Jugendlichen haben eine Migrationshintergrund. Das Projekt läuft vom 12. Januar bis zum 6. April 2013. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 4.560 Euro.