MOZART WAR RAPPER, ODER NICHT?!

Integration

Träger/Initiator

VkA – Verein zur Förderung des kulturellen Austausches e.V., Duisburg 

Teilnehmer

Überwiegend rumänische und bulgarische jugendliche Roma, aber auch türkische und marokkanische Jugendliche, die den Kulturbunker besuchen

Kooperationspartner

Kulturbunker Bruckhausen: TN, Ort der Durchführung; VIA (Dachverband): org. Unterstützung

 

 

 

 

 


Projektbeschreibung

Bruckhausen weist mit 75,6% den höchsten Anteil an Migranten in Duisburg auf, er ist ein unterversorgter Stadtteil mit wenigen Freizeitangeboten. Der Kulturbunker, in dem das Projekt geplant ist, ist eine Kultur- und Begegnungsstätte, in dem das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen gefördert wird. Seine Besucher sind überwiegend Rumänen und Bulgaren.

Das Projekt soll Kindern und Jugendlichen aus Migratenfamilien die Geschichte und Kultur ihres Aufnahmelandes mithilfe von Musik näherbringen und gleichzeitig das zwischenmenschliche Miteinander fördern, indem sich die Kulturen untereinander besser kennenlernen. Dazu sollen Projektleiter und TN zunächst gemeinsam aus einer Vorauswahl ein bestimmtes Lied einer typisch deutschen Band auswählen, welches mit einem bestimmten Ereignis in Deutschland verbunden ist (z.B. Sportfreunde Stiller 64, 74, 90, 2010). Nach Auswahl des Liedes erhalten die TN Informationen über den Kontext der Veröffentlichung und erarbeiten gemeinsam den Inhalt und die Botschaft, die das Lied vermitteln möchte. Im Anschluss daran soll das Stück in einzelne Passagen aufgeteilt werden, über deren Neuinterpretierung dann in Kleingruppen beraten wird. So kann beispielsweise ein Teil des Stücks als Rap neu aufgenommen werden, in dem auch Passagen umgeschrieben und Teile der eigenen Geschichte mit eingebaut werden. Für die Neuinterpretation ist es nicht notwendig, dass alle Kleingruppen sich auf einen Musikstil einigen. Auch ein Wechsel zwischen bspw. Rap und Chor ist möglich und macht die Neuaufnahme des Stücks einzigartig. Die Projektdauer beträgt 2,5 Monate. 8 Wochen werden dazu genutzt, um in der Gruppe an dem Stück zu arbeiten. Zusätzlich werden 2 Tage benötigt, um es im Aufnahmestudio des Kulturbunkers aufzunehmen. Die Projektarbeit erfolgt 1x wöchentl. für 2 Zeitstunden von zwei Musikern/ Musikpädagogen.

Zudem ist u.a. ein gemeinsamer Ausflug zu der Sonderausstellung „Rock und Pop im Pott" auf Zeche Zoll-Verein in Essen geplant, bei der die TN einen Einblick in sechs Jahrzehnte Musikgeschichte erhalten – über Deutsch- und Folkrock, Hardrock und die Neue Deutsche Welle bis hin zu HipHop in jedes Genre. Jeder TN soll als Andenken an das Projekt eine CD mit der Aufnahme des neu interpretierten Stücks mit nach Hause nehmen können.