ICH DU – BEGEGNUNGEN IN FORM, FARBE, BEWEGUNG UND RHYTHMUS

Integration

Träger/Initiator

Lupine Mentoring (Verein in Gründung; derzeit unter Trägerschaft v. kein Abseits! e.V.), Berlin

Teilnehmer

14 TN mit Fluchthintergrund und 6 Kinder/ Enkelkinder dt. Herkunft von Mentoren

Kooperationspartner

Willkommensbüro der Berliner Stadtmission: TN-Akquise, Supervision; DRK Ehrenamtsbüro der GUK Finckensteinallee: TN-Akquise; youKunst Jugendkunstschule Steglitz Zehlendorf: kostenfreie Räumlichkeiten


Projektbeschreibung

Mentoring-Projekt mit Geflüchteten mit verschiedenen Kunstformen

Wir wollen Nachbarn zusammenbringen. Worte haben Grenzen, insbesondere wenn man nicht die selbe Sprache teilt. ichdu ist als Herzstück des 2. Durchgangs unseres Mentoring-Programms geplant. Ehrenamtl. Mentoren begleiten 1x/ Woche 3-4 Std. ein Kind mit Fluchthintergrund und fördern es über Kreativität und Kulturvermittlung in seinen Interessen und Potentialen. 1x/ Monat findet ein gemeinsames Programm statt, in diesem Jahr ist dieses das Projekt ichdu. Der 1. Workshop (jeweils halbtägig) findet mit 1 Museumspädagogin in der Sammlung Berggrün statt. Die Kinder begegnen – größtenteils zum ersten Mal in ihrem Leben – europäischer Kunst des 20. Jh.. Die jeweiligen Tandems (Mentor+Mentee) befragen gemeinsam ausgesuchte Bilder im Gespräch und mittels kreativem Schreiben (Steckbrief, innerer Monolog, Brief). Sie nähern sich den Bildern über Fragen wie: Warum malen Künstler Menschen? Was zeigen sie? (Äußeres und Inneres). Die TN gehen in diesem und in allen weiteren WS den Fragen nach: Wie erlebe ich mich? Gefühle, meine Stärken und Schwächen, meine Erlebnisse, wo bin ich am liebsten, was bedrückt mich?... Es werden Collagen und Masken gefertigt.

Der 2. WS mit 1 Fotografin/ Kommunikationsdesignerin greift das Thema Personen, Gesichter, Gefühle und Bewegung anhand von Scherenschnitt, Fotografie und Blaudruck im Fotostudio auf. Licht und Schatten kommen ins Spiel. Es entstehen gemeinsam erstellte Schattenfiguren, Masken und projizierte Bilderabfolgen, die Gefühle ausdrücken und in einem Gefühlsballet zum Leben gebracht werden. Der 3. WS mit 1 Choreo-graphin und 1 Percussionisten beinhaltet Rhythmus und Bewegung. Aus Alltagsgegenständen und Abfallprodukten werden Schlaginstrumente gebaut und diese zum Klingen gebracht. Elemente der Bodypercussion werden eingeführt, Tierstimmen in Rythmik übersetzt, eine Sinfonie in drei Sätzen erarbeitet. Die Sätze vertonen Szenen einer Reise, die die Geschichten der Kinder zum Thema hat. Im 4. + 5. WS werden die Elemente aller WS zu einer Choreographie zusammengeführt und den Familien, Freunden, Nachbarn und Interessierten vorgestellt. Diese schließt den Mentoring-Durchlauf ab. Wir würden uns wünschen, dass ichdu in der Zusammenarbeit mit Künstlern auch danach weitergeführt werden kann. Wir hoffen möglichst viele Menschen aus der Nachbarschaft zu erreichen, die sich von diesem Projekt angesprochen fühlen, als Mentor oder Mentee.