BARBIER VON BAGDAD

Integration

Träger/Initiator

Theater Plauen-Zwickau gGmbH 

Teilnehmer

12 Geflüchtete aus den Außenbezirken von Zwickau und 48 Künstler des Theaters 

Kooperationspartner

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Projektbeschreibung

In der Bevölkerung gibt es immer wieder große Vorbehalte gegenüber den Flüchtlingen, die in Zwickau untergebracht sind. Dagegen ist das Theater von jeher ein Ort der Begegnung vieler Nationalitäten. Die komische Oper "Der Barbier von Bagdad" von Peter Cornelius basiert auf der "Geschichte vom Schneider" aus "1001 Nacht". Da diese Märchensammlung ein Kulturgut des arabischen Raumes sowie des europäischen ist, wollen wir das Werk gerne gemeinsam erzählen. Neben Profisängern und dem Opernchor werden Geflüchtete aus Afghanistan, Georgien und Syrien als Sänger, Tänzer und Instrumentalisten mitspielen.
Das Projekt soll dazu führen, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen miteinander arbeiten und sich besser kennenlernen. Ziel sind 8 Aufführungen von Cornelius‘ Oper von Ende Januar bis Mai 2017 im Malsaal des Theaters Plauen-Zwickau, um diese gelebte Form der Integration und Toleranz auch für das Publikum sinnlich erfahrbar zu machen. 
Die Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen entwickelt sich in mehreren Phasen. 1.: Erste informative Treffen im September und Oktober 2016. In diesen wurden die möglichen Projektteilnehmer über die Handlung der Oper informiert und bekamen die Möglichkeit, ihre künstlerischen Fähigkeiten (Singen, Instrumente spielen, Tanzen) zu präsentieren. Mitte November 2016 startet die Probenzeit, in der 1x/ Woche (2. Phase), später 2x/ Woche (3. Phase) 2-3 Std. geprobt wird. Die Probenarbeit erfolgt in der szenischen Darbietung mit dem Regisseur und der musikalischen Improvisation mit dem Dirigenten. 
In der 2. Phase sollen die Fähigkeiten der Mitwirkenden geprüft und gefördert werden, um dann in die Handlung und Musik der Oper eingearbeitet zu werden. So können, je nach Fähigkeiten und Interessen, Sänger den Chor verstärken oder Musiker Passagen Cornelius' Oper mitspielen, doch ebenso soll diese Musik des 19. Jahrhunderts unterbrochen werden durch Musik und Tanzeinlagen aus dem Kulturkreis der Flüchtlinge. 
Die beantragten Fördermittel sind für Fahrtkosten, kleinere Mitwirkungspauschalen für die Geflüchteten für Proben und Vorstellungen sowie für arabische und persische Werbung/ Übersetzung vorgesehen.