Eine verrückte Reise durch die Zeit

Buntes Treiben herrschte im Theater Gütersloh, als kleine und große Zuschauer am Donnerstag und Freitag drei gelungene Aufführungen des Kindermusiktheaterstücks „Eine verrückte Reise durch die Zeit“ feierten. Stifterin Liz Mohn, Bürgermeister Henning Schulz und die ehemalige Bürgermeisterin Maria Unger waren unter den Premierengästen und zeigten sich begeistert. 141 Kinder aus sechs Gütersloher Kitas und Grundschulen konnten mit viel Spiel- und Singfreude den insgesamt 1.350 Zuschauern so manches Mal ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern und sie zum Mitsingen animieren.

In ihrer Begrüßungsrede bei der Premiere am Donnerstagnachmittag wünschte Liz Mohn den jungen Akteuren auf der Bühne viel Erfolg und betonte ihre Vorfreude auf die Aufführung. „Mit eurer Reise durch die Zeiten und zu anderen Völkern zeigt ihr uns, dass Vieles leichter gelingt, wenn wir Anderen mit Freude, Offenheit und Neugier begegnen.“

Im Musiktheaterstück aus der Feder und unter Regie von Catrin Mawick begeben sich Privatdetektiv Dick Schick (Matthias Mawick) und seine charmante Assistentin Gitta (Christine Ruis) mit ihrer Zeitmaschine auf die Suche nach dem Grund für das Erlischen des olympischen Feuers. Die abenteuerliche Reise beginnt bei den olympischen Spielen der Antike. Kinder der Grundschule Kattenstroth und Kindertageseinrichtung Hulahoop messen ihre Kräfte in allerlei Disziplinen. Bei einer bewegungsreichen Aufwärmübung löscht Dick Schick versehentlich das Feuer und verspricht, ein Brennglas zum Entzünden des Feuers zu besorgen.

Anstatt bei der berühmten Glasbläserin Henrike Kopernikus im Mittelalter zu landen, lehren zuerst die Wikinger der Blücherschule und des städtischen Familienzentrums Bülowstraße dem Privatdetektiv Dick Schick und Gitta das Fürchten. Schließlich reisen beide in das Mittelalter mit der Grundschule Sundern und dem städtischen Familienzentrum Englische Straße und erhalten das ersehnte Brennglas. In der Antike können die Kinder aller Epochen zusammen mit Dick und Gitta das olympische Feuer wieder entzünden und gemeinsam einen sportlichen Wettkampf feiern.

In das Stück eingebettet waren viele Gesangs- und Tanzstücke, die die Kinder gemeinsam mit ihren LehrerInnen und ErzieherInnen seit November in ihren Einrichtungen einstudiert hatten. Unterstützt wurden sie dabei von verschiedenen Theater-, Kunst- und Musikpädagogen, die regelmäßig mit den Kindern arbeiteten, so auch an Bühnenbildern und Kostümen (Suzanne Austin und Rebecca Budde de Cancino). Die Musiker des „Ensemble Vinorosso“ mit Florian Stubenvoll, Claudia Iserloh und Yoana Varbanova, unterstützt von Margarita Rittmann an der Flöte, begleiteten die Aufführungen auch live.

Das Projekt der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung mit Unterstützung des NRW-Landesprogramms „Kultur und Schule“ zeichnet sich durch die enge Zusammenarbeit zwischen einer Kita und Grundschule in unmittelbarer Nähe aus. Damit soll der Übergang von der Kita zur Grundschule verbessert werden. Außerdem möchte das Projekt die sozialen Kompetenzen der Kinder fördern und sie spielerisch an Musik, Theater und bildende Künste heranführen. Für 2017/2018 können sich wieder neue Kita-Grundschul-Tandems bei der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung für eine Teilnahme bewerben.